Reiseführer USA Südstaaten Mietwagenrundreise ab Atlanta
Von der roten Erde Georgias bis zu den schmiedeeisernen Balkonen im French Quarter: Dieser Reiseführer zum USA-Südstaaten-Roadtrip führt auf einer stimmigen Route von Atlanta nach New Orleans. Dazwischen liegen die Hafenhäuser von Savannah, die pastellfarbenen Villen Charlestons, Bluegrass in Nashville, Beale Street in Memphis und die Eichenalleen am Mississippi. Wer den Süden nicht nur sehen, sondern hören, riechen und schmecken möchte, sollte ausreichend Zeit für jede einzelne Station vorsehen.
Für einen Südstaaten-Roadtrip empfehlen sich 16 bis 18 Nächte. Die klassische Einwegstrecke von Atlanta nach New Orleans verbindet Georgia, South Carolina, Tennessee, Mississippi und Louisiana auf rund 2.300 Kilometern. Besonders angenehm sind April bis Mai sowie Oktober und November.
Wichtige Hinweise auf einen Blick :
- Ideale Reisedauer: 16 bis 18 Nächte, bei geringerem Tempo 21 Nächte
- Start und Ende: Atlanta Hartsfield-Jackson Airport und New Orleans Louis Armstrong Airport
- Beste Reisezeit: Frühling und Herbst, mit moderateren Temperaturen und weniger drückender Luftfeuchtigkeit
- Mietwagen: Komfortable Mittelklasse oder SUV, besonders bei vier Reisenden und viel Gepäck
- Charakter der Reise: Musikgeschichte, historische Stadtviertel, Küstenlandschaften, Südstaatenküche und antebellum geprägte Architektur
Welche Route empfiehlt der Reiseführer USA Südstaaten Roadtrip?
Die sinnvollste Strecke beginnt in Atlanta und endet in New Orleans. So vermeiden Sie die Rückfahrt zum Ausgangspunkt und erleben die Landschaft in einer klaren Dramaturgie: von der geschäftigen Metropole über die Atlantikküste und die Appalachen bis zu den Blues-Clubs am Mississippi und dem Jazz von Louisiana.
Für diese Rundreise ist ein Mietwagen mit Einwegmiete die passende Lösung. Bei Alamo, National, Hertz oder Avis sind solche Anmietungen auf dieser Strecke grundsätzlich möglich, die Konditionen unterscheiden sich jedoch nach Zeitraum und Fahrzeugkategorie. Gerade für eine Reise mit mehreren Hotelwechseln lohnt sich ein Wagen mit großem Kofferraum. Ein offener Convertible ist zwischen Savannah und Charleston reizvoll, auf langen Etappen bei Sommerhitze aber weniger komfortabel als eine Limousine oder ein SUV mit guter Klimaanlage.
Atlanta: zwei Nächte zwischen Skyline und Südstaatenküche
Atlanta ist mehr als ein praktischer Flughafenstandort. Im Ponce City Market treffen ehemalige Industriearchitektur, Restaurants und kleine Geschäfte aufeinander; am BeltLine Eastside Trail lässt sich die Stadt angenehm zu Fuß erleben. Für einen ersten Abend eignet sich das Viertel Inman Park oder die Krog Street Market Hall.
Wer sich für Kultur und Musik interessiert, besucht das National Center for Civil and Human Rights oder das High Museum of Art. Familien und Coca-Cola-Fans zieht es in die World of Coca-Cola. Hotels von Hilton, Marriott oder Hyatt sind in Midtown, Buckhead und Downtown gut vertreten. Midtown wirkt urbaner und liegt für Restaurants sowie Museen günstiger als die unmittelbare Umgebung des Flughafens.
Savannah und Charleston: vier Nächte für Plätze, Gärten und Hafenluft
Die Fahrt von Atlanta nach Savannah dauert etwa vier Stunden. Savannah belohnt eine Ankunft vor dem späten Nachmittag: Dann fällt warmes Licht auf die 22 begrünten Squares, auf Forsyth Park und die mit Spanischem Moos behangenen Eichen. Entlang der River Street liegen alte Baumwollspeicher, während die kopfsteingepflasterten Straßen rund um Chippewa Square besonders fotogen sind.
Zwei Nächte sind das Minimum. Wer mehr Ruhe sucht, ergänzt einen Ausflug nach Tybee Island mit seinem breiten Strand und dem weiß-schwarzen Leuchtturm. Kulinarisch gehören Garnelen, Austern und Lowcountry-Küche auf den Tisch. Das historische Viertel ist kompakt, ein zentral gelegenes Boutiquehotel oder ein Haus von Marriott beziehungsweise Hilton erspart lange Wege und die Parkplatzsuche.
Von Savannah nach Charleston sind es nur etwa zwei Stunden. Dennoch lohnt sich ein Zwischenhalt in Beaufort, South Carolina, mit seinen Verandenhäusern und alten Eichen. Charleston selbst braucht mindestens zwei Nächte. Die farbigen Häuser an der Rainbow Row, der City Market, die Waterfront und die eleganten Straßenzüge südlich der Broad Street lassen sich hervorragend zu Fuß entdecken.
Für einen besonderen Nachmittag bietet sich die Fahrt zur Boone Hall Plantation in Mount Pleasant an. Die berühmte Eichenallee ist eindrucksvoll, gleichzeitig gehört zur Anlage eine historische Einordnung, die nicht ausgelassen werden sollte. Alternativ führen Bootsausflüge zum Fort Sumter in der Hafeneinfahrt. Abends haben King Street und die Restaurants rund um Upper King eine lebendige, aber stilvolle Atmosphäre.
Warum gehören Asheville und Nashville auf die Südstaaten-Route?
Von Charleston führt die Reise in rund viereinhalb Stunden nach Asheville in North Carolina. Der Kontrast zur Küste ist gewollt: Statt Palmen, Marschland und Hafenvillen prägen die Blue Ridge Mountains die nächsten Tage. Der Blue Ridge Parkway zeigt seine schönsten Seiten bei klarer Sicht, besonders an Aussichtspunkten wie Craggy Gardens oder Waterrock Knob. Im Oktober sind die Straßen allerdings stark gefragt – frühe Abfahrten sind dann sinnvoll.
Asheville ist auch die Heimat des Biltmore Estate, eines der größten privaten Anwesen der USA. Für die Besichtigung von Haus, Gärten und Weingut sollte ein halber bis ganzer Tag reserviert sein. Das kompakte Zentrum mit Art-déco-Fassaden, Galerien und Brauereien ist ein guter Ort für eine Übernachtung vor der längeren Etappe nach Tennessee.
Die Fahrt nach Nashville dauert rund fünf Stunden. In Music City genügen ein schneller Blick auf Broadway und ein Foto vor dem Ryman Auditorium nicht. Erst ein Abend in einem kleineren Honky-Tonk, eine Führung durch das Ryman Auditorium oder ein Besuch der Country Music Hall of Fame machen die musikalische Identität der Stadt greifbar. Im Viertel The Gulch wohnen Gäste modern und zentral, in East Nashville etwas entspannter und gastronomisch vielseitig.
Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir: Nashville boomt, was die Hotelpreise und insbesondere die Parkgebühren vor Ort drastisch in die Höhe treibt. Beim Parken in Downtown Nashville droht Selbstfahrern schnell eine Kostenfalle von 40 bis 60 US-Dollar pro Nacht. Wir raten unseren Gästen daher gezielt zu Unterkünften in den angrenzenden Vierteln wie The Gulch oder Music Valley. Zwei Nächte sind in der Music City ideal. Wer die Live-Musik auf dem Broadway und die historischen Aufnahmestudios ohne Zeitdruck erleben möchte, profitiert von unseren handverlesenen Hotelpartnern, die eine optimale Balance aus zentraler Lage und fairen Parkkonditionen bieten.
Memphis: Beale Street, Graceland und Mississippi
Nashville und Memphis trennen etwa dreieinhalb Fahrstunden. Memphis ist kompakter, musikalisch aber nicht weniger bedeutend. Auf der Beale Street wechseln Bluesklänge, Neonlicht und Restaurants einander ab. Tagsüber gehören Sun Studio und das Stax Museum of American Soul Music zu den überzeugendsten Stationen; beide erzählen die Geschichte des amerikanischen Rock’n’Roll und Soul an ihren Originalschauplätzen.
Graceland liegt südlich des Zentrums und benötigt inklusive Anfahrt mehrere Stunden. Für viele Gäste ist Elvis Presleys Anwesen ein Höhepunkt, andere setzen lieber auf die Museen und Restaurants von Downtown. Das ist eine Frage des persönlichen Interesses. Für den Abend bietet sich ein Hotel in Downtown nahe Beale Street an; Hyatt Centric, Canopy by Hilton und größere Marriott-Häuser liegen je nach Verfügbarkeit günstig zur Innenstadt.
Expertentipp zu Ticket-Buchungen für Musik-Highlights:
Sowohl für die Abendshows der berühmten Grand Ole Opry in Nashville als auch für die Premium-Touren in Elvis Presleys Graceland in Memphis gilt ein ungeschriebenes Gesetz: Wer versucht, Tickets spontan vor Ort an der Tageskasse zu kaufen, zahlt nicht nur den absoluten Höchstpreis, sondern steht in der Hauptsaison (Frühling und Herbst) fast immer vor ausverkauften Häusern. Besonders tückisch bei Graceland: Die standardmäßigen Ticket-Optionen beinhalten oft nur das Haupthaus (The Mansion), lassen aber die riesigen Flugzeug- und Automobilmuseen auf der gegenüberliegenden Straßenseite komplett außen vor. Wer das erst vor Ort bemerkt, zahlt für das Upgrade an den Schaltern einen massiven Aufpreis. Wir koordinieren die Routenplanung für unsere Reisenden so, dass die Ankunftstage in Nashville und Memphis exakt mit den Spielplänen der großen Shows harmonieren. Zudem betten wir die exakt passenden Ticket-Kategorien (wie das Elvis Experience Tour-Paket) direkt in die Reisebausteine ein. Das spart unseren Kunden nicht nur viel Geld gegenüber dem Einzelkauf vor Ort, sondern garantiert auch den Einlass über feste Zeitfenster (Timed-Entry-Tickets) ohne stundenlanges Anstehen in der Südstaaten-Hitze.
Wie führt die Route von Memphis nach New Orleans?
Die direkte Strecke von Memphis nach New Orleans beträgt etwa 640 Kilometer und ist für einen einzigen Fahrtag lang. Deutlich angenehmer wird der Roadtrip mit einem Halt in Vicksburg oder Natchez am Mississippi. Vicksburg bietet einen gut zugänglichen National Military Park, Natchez dagegen historische Herrenhäuser, den Bluff über dem Fluss und einen besonders schönen Sonnenuntergang am Natchez Bluff Park.
Von Natchez erreichen Sie New Orleans in etwa drei Stunden. Unterwegs liegt die Oak Alley Plantation westlich von New Orleans. Die Perspektive der Eichenallee ist spektakulär, die Vergangenheit des Ortes bleibt komplex. Wer die Geschichte ernsthaft einordnen möchte, sollte für Ausstellung und Führung Zeit lassen statt nur für einen Fotostopp anzuhalten.
New Orleans ist kein Ziel für einen flüchtigen Schlussabend. Drei Nächte geben Raum für das French Quarter, Jackson Square, die St. Louis Cathedral und eine Fahrt mit der St. Charles Streetcar durch den Garden District. Musikfans sollten einen Abend auf der Frenchmen Street verbringen, wo kleinere Clubs häufig authentischer wirken als die Lokale direkt an der Bourbon Street.
Auch die Küche verdient eigene Zeit: Beignets zum Frühstück, Gumbo zum Mittagessen und ein Abendessen mit Creole- oder Cajun-Einflüssen gehören zur Stadt. Für eine Übernachtung nahe French Quarter oder Warehouse District sind Hotels von Marriott, Hilton und Hyatt praktisch. Im French Quarter selbst zählt die Lage, im Warehouse District sind Zimmer oft ruhiger und moderner.
Expertentipp zur Plantagen-Besichtigung und dem richtigen Timing:
Wenn Sie die berühmte River Road zwischen Baton Rouge und New Orleans befahren, um historische Stätten wie die Oak Alley Plantation, die Laura Plantation oder die historisch besonders wertvolle Whitney Plantation zu besuchen, ist das richtige Wochentags-Timing entscheidend. Viele Erstreisende planen diesen Stopp blind in ihren Roadtrip ein und stehen dann vor verschlossenen Toren: Mehrere der wichtigsten Plantagen-Museen und Ausstellungen haben reguläre Schließtage, die häufig auf einen Montag oder Dienstag fallen. Zudem unterschätzen Selbstfahrer oft die Dimensionen vor Ort. Eine ernsthafte und respektvolle Führung durch die Ausstellungen zur Sklaverei auf der Whitney Plantation dauert mindestens zwei bis drei Stunden. Wenn Sie am selben Tag noch Ihren Mietwagen am Flughafen New Orleans zurückgeben müssen, geraten Sie unweigerlich in extremen Zeitstress. Unser Buchungs-Team legt die Fahrgraphen für Fairflight-Kunden daher strategisch so, dass diese geschichtsträchtigen Stopps niemals auf die typischen Ruhetage fallen und genügend Puffer für die Abgabe des Fahrzeugs am weitläufigen Mietwagenzentrum (Consolidated Rental Car Facility) in New Orleans bleibt.
Was ist vor dem Südstaaten-Roadtrip praktisch zu beachten?
Für die Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige in der Regel einen gültigen Reisepass und eine genehmigte ESTA-Registrierung, sofern sie im Visa-Waiver-Programm reisen. Reisende aus Österreich und der Schweiz sollten die jeweils aktuellen Einreisevorgaben vor Abflug prüfen. Die ESTA-Genehmigung ersetzt keine sorgfältige Kontrolle der persönlichen Dokumente.
Bei Mietwagenbuchungen sind die eingeschlossenen Versicherungsleistungen entscheidend. Eine ausreichende Haftpflichtdeckung, Vollkaskoschutz ohne oder mit reduzierter Selbstbeteiligung sowie die Regelung für Zusatzfahrer sollten vorab klar sein. Auch die Rückgabe am Flughafen New Orleans braucht Zeit: Mietwagenzentren liegen häufig nicht direkt am Terminal.
Die Südstaaten sind weitläufig. Rechnen Sie nicht nur mit Kilometerangaben, sondern mit Pausen, Parkplatzsuche, Hotel-Check-in und sommerlichen Gewittern. Von Juni bis September können Hitze und Luftfeuchtigkeit sehr hoch sein. An der Golfküste erfordert die Hurrikansaison von Juni bis November besondere Aufmerksamkeit, vor allem zwischen August und Oktober. Flexible Hotelbausteine und eine persönliche Ansprechpartnerin oder ein persönlicher Ansprechpartner vor Reisebeginn geben bei solchen Reisen spürbar Sicherheit.
FAIRFLIGHT Touristik stellt Südstaaten-Reisen mit Flug, Mietwagen und passenden Hotels als individuelle Bausteinkombination zusammen. Je nach Abflughafen kommen Verbindungen mit Delta Air Lines, Lufthansa, United Airlines, Swiss oder Austrian Airlines infrage; auch unterschiedliche Reiseklassen auf Hin- und Rückflug lassen sich berücksichtigen. Die Route, Aufenthaltsdauer und Hotelkategorie werden so auf Musik, Kulinarik, Natur oder Familieninteressen abgestimmt.
Häufige Fragen zum Roadtrip durch die USA-Südstaaten
Wie viele Tage sind für Atlanta bis New Orleans nötig?
16 bis 18 Nächte sind ideal, wenn Savannah, Charleston, Asheville, Nashville und Memphis dazugehören. Mit zwölf Nächten lässt sich die Route fahren, sie wird dann jedoch deutlich fahrintensiver.
Ist ein Südstaaten-Roadtrip auch für USA-Erstreisende geeignet?
Ja. Die Straßen sind gut ausgebaut, die Etappen lassen sich übersichtlich gliedern und die Städte bieten eine breite Auswahl an Hotels. Sinnvoll sind vorab gesicherte Unterkünfte, passende Versicherungen und realistische Tagesdistanzen.
Wann ist die schönste Zeit für Savannah, Charleston und New Orleans?
April, Mai, Oktober und November verbinden meist angenehme Temperaturen mit guter Stimmung in den historischen Vierteln. Im Hochsommer sind die Städte reizvoll, aber Hitze, Gewitter und Luftfeuchtigkeit verlangen ein langsameres Tagesprogramm.
Lassen Sie zwischen den großen Namen auf der Karte bewusst Platz: für einen Blues-Song aus einer offenen Tür in Memphis, einen Kaffee unter den Eichen von Savannah und den Moment, wenn über dem Mississippi die Sonne untergeht. Genau diese ungeplanten Stunden machen den Süden der USA unverwechselbar.
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Vanessa Lumpisch
Vanessa Lumpisch unterstützt das Team von FAIRFLIGHT Touristik seit November 2016 in der Kundenberatung. Ihr besonderer Fokus liegt auf der Planung maßgeschneiderter Rundreisen durch Kanada. Durch ihre eigenen Reiseerfahrungen in den faszinierenden Metropolen Ostkanadas – darunter Toronto, Ottawa und Montréal – kennt sie die idealen Routenkombinationen, Fahrtzeiten und Highlights vor Ort genau. Dieses fundierte Praxiswissen nutzt sie täglich, um für unsere Kunden perfekt abgestimmte Mietwagen- und Pauschalreisen durch Nordamerika zu gestalten.
Besuchte Reiseziele: Kanada (Ostkanada mit den Metropolen Toronto, Ottawa und Montréal), USA (Texas mit Austin, Dallas und Fort Worth, Las Vegas, New York City, Boston, Chicago).
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