Florida Mietwagenrundreise für zwei Wochen
Zwischen dem ersten Sonnenaufgang über der Biscayne Bay und dem letzten Abend am weißen Sand von Clearwater Beach liegen auf einer Florida-Mietwagenrundreise für zwei Wochen sehr unterschiedliche Reiseerlebnisse. Art-déco-Fassaden in Miami Beach, die endlose Overseas Highway zu den Florida Keys, Alligatoren in den Everglades, die Golfküste und Orlandos große Erlebniswelten lassen sich sinnvoll verbinden – wenn die Etappen nicht zu lang werden. Gerade für Florida-Erstreisende ist diese Reihenfolge angenehm: Sie beginnt urban, wird tropisch und endet mit viel Abwechslung.
Florida Mietwagenrundreise zwei Wochen: die passende Route
Für zwei Wochen bietet sich eine Rundfahrt ab Miami mit Start und Ende in Miami an. Wer lieber nur einen Langstreckenflug buchen und nicht zum Ausgangspunkt zurückkehren möchte, kann die Reise auch in Miami beginnen und in Orlando oder Tampa beenden. Die klassische Rundroute hat jedoch einen praktischen Vorteil: Der Mietwagen wird am selben Ort übernommen und zurückgegeben, während die Strecke im Uhrzeigersinn durch den Süden und die Mitte Floridas führt.
Rechnen Sie nicht nur Fahrzeiten auf der Karte. In Miami kostet allein die Ausfahrt aus der Stadt Zeit, auf den Keys sind die Straßen oft einspurig, und in den Everglades lohnt es sich, für Stopps wirklich anzuhalten. Zwei bis zweieinhalb Stunden Fahrzeit sind an den meisten Reisetagen ideal. So bleibt Raum für einen Strandspaziergang, ein gutes Abendessen am Wasser oder einen ungeplanten Abstecher.
Tage 1 bis 3: Miami, South Beach und Coconut Grove
Nach dem Flug sind drei Übernachtungen für eine entspannte Auszeit in Miami ein entspannter Auftakt. In South Beach liegen die pastellfarbenen Art-déco-Hotels am Ocean Drive nur wenige Schritte vom breiten Strand entfernt. Für einen ersten Überblick empfiehlt sich der Weg vom Lummus Park über die Espanola Way bis zur Lincoln Road. Dort liegen Cafés, Galerien und Geschäfte dicht beieinander, ohne dass gleich der Wagen benötigt wird.
Miami zeigt sich abseits von South Beach noch vielseitiger. Im Wynwood Arts District prägen großformatige Wandbilder die Straßen rund um die Wynwood Walls. Coconut Grove wirkt mit seinen alten Banyanbäumen, kleinen Marinas und dem Blick auf die Biscayne Bay deutlich ruhiger. Wer sich für Architektur interessiert, sollte Vizcaya Museum & Gardens am südlichen Stadtrand nicht auslassen. Für Fahrten nach Miami Beach oder Downtown sind Parkhäuser meist angenehmer als die Suche nach einem Stellplatz am Straßenrand.
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Unverbindliches Angebot anfordernTage 4 und 5: Key Largo, Islamorada und Key West
Die Fahrt von Miami nach Key West ist eine der eindrucksvollsten Straßenetappen der USA. Der Overseas Highway führt über 42 Brücken und verbindet die Inseln der Florida Keys wie eine schmale Kette über dem Wasser. Statt die rund vier Stunden am Stück zu fahren, lohnt eine Zwischenübernachtung in Islamorada oder Marathon. Damit wird aus einer Transferstrecke ein eigener Reisetag.
In Key Largo beginnt das Korallenriff vor der Küste praktisch vor der Haustür. Schnorchel- und Bootsausflüge im John Pennekamp Coral Reef State Park zeigen, warum die Inselgruppe für Wassererlebnisse bekannt ist. Islamorada ist ein guter Ort für ein Mittagessen am Hafen, während sich von Marathon ein Besuch im Turtle Hospital anbietet. Auf der Seven Mile Bridge kurz vor Key West wirkt die Straße besonders spektakulär – hier sollte man jedoch die Parkregeln beachten und den Verkehr nicht unterschätzen.
Key West selbst braucht mindestens zwei Nächte. Sehenswert sind das Ernest Hemingway Home, die historische Duval Street und der Bereich am Mallory Square zum Sonnenuntergang. Wesentlich ruhiger ist der Morgen am Fort Zachary Taylor Historic State Park: Der kleine Strand hat klares Wasser, und die Festungsanlage erzählt von der strategischen Lage der Insel. Das Auto kann in Key West häufig stehen bleiben, denn die Altstadt lässt sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erleben.
Über die Everglades an die Golfküste
Von Key West geht es zurück aufs Festland und weiter durch die Everglades Richtung Naples. Für diesen Tag empfiehlt sich ein früher Start, denn die Strecke ist lang und bietet mehrere lohnende Stopps. Der Anhinga Trail am Royal Palm Visitor Center ist kurz, befestigt und besonders ergiebig: Alligatoren, Schildkröten und zahlreiche Wasservögel sind hier oft aus geringer Entfernung zu sehen. Trotzdem gilt immer: Abstand halten, niemals füttern und nur auf markierten Wegen bleiben.
Eine Airboat-Fahrt kann die Landschaft aus einer anderen Perspektive zeigen, ersetzt aber nicht den Spaziergang im Nationalpark. Wer die ruhigere, mangrovenreiche Seite kennenlernen möchte, fährt bis Flamingo an der Florida Bay. Die Straße dorthin und zurück verlängert den Tag deutlich. Für viele Reisende ist deshalb die Kombination aus Anhinga Trail und einer Fahrt auf dem Tamiami Trail die stimmigere Lösung.
Naples passt hervorragend als Übernachtungsort. Die Third Street South und die Fifth Avenue South verbinden Restaurants, kleine Boutiquen und gepflegte Straßenzüge. Zum Sonnenuntergang trifft man sich am Naples Pier, wo Pelikane über dem Wasser kreisen. Wer mehr Strandzeit möchte, bleibt zwei Nächte und besucht am folgenden Vormittag den Delnor-Wiggins Pass State Park oder fährt nach Marco Island.
Tage 7 bis 9: Sarasota, Anna Maria Island und Clearwater
Die Golfküste westlich von Florida bietet einen angenehmen Kontrast zu Miami. Zwischen Naples und Sarasota liegen lange Sandstrände, flaches Wasser und Orte, die sich am späten Nachmittag besonders entspannt anfühlen. In Sarasota lohnt das Ringling Museum of Art mit seinem venezianisch wirkenden Innenhof und dem weitläufigen Gelände. Der nahegelegene Siesta Key Beach ist für seinen hellen Quarzsand bekannt, wird in der Hauptsaison jedoch gut besucht.
Für eine ruhigere Insellandschaft eignet sich Anna Maria Island. Die niedrige Bebauung, kleine Holzpiers und der Blick über den Golf von Mexiko machen den Reiz aus. Nördlich davon sind Clearwater Beach und St. Pete Beach lebhafter und bieten eine größere Auswahl an Hotels und Restaurants. Zwei Übernachtungen reichen aus, wenn der Schwerpunkt auf der Rundreise liegt. Wer Strandtage bewusst in den Vordergrund stellt, kann hier ohne Weiteres eine Nacht aus Orlando verlagern.
Orlando: Freizeitparks oder Natur am Lake Apopka
Orlando ist für viele Familien der Fixpunkt einer zweiwöchigen Florida-Reise. Drei Übernachtungen sind passend, wenn zwei volle Tage für Freizeitparks vorgesehen sind. Walt Disney World Resort, Universal Orlando Resort und SeaWorld liegen nicht direkt nebeneinander. Die Lage des Hotels entscheidet daher darüber, ob morgens und abends kurze Wege möglich sind. Für Parktage empfiehlt sich eine Unterkunft in Lake Buena Vista oder nahe International Drive, abhängig vom gewünschten Programm.
Nicht jede Reisegruppe möchte mehrere Tage in den Parks verbringen. Dann genügt ein voller Parktag, während der zweite Tag in die Natur führt. Im Winter Park nördlich von Downtown Orlando lässt sich am Park Avenue Boulevard flanieren, und bei einer Bootsfahrt durch die Seenlandschaft zeigen sich alte Zypressen und elegante Uferhäuser. Auch der Lake Apopka Wildlife Drive ist eine interessante Alternative für Naturbeobachtungen direkt aus dem Mietwagen.
Bei großen Parks ist eine feste Tagesstruktur hilfreich: Öffnungszeiten, Reservierungsvorgaben und die Wege vom Parkplatz bis zum Eingang verändern sich regelmäßig. FAIRFLIGHT Touristik bringt hier über 25 Jahre Nordamerika-Erfahrung ein und stellt Mietwagenrundreisen auf Wunsch mit Flug, Hotels und individuell passenden Verlängerungen zusammen. Das schafft eine verlässliche Basis, ohne dass persönliche Schwerpunkte wie ein zusätzlicher Strandtag oder ein Konzertabend in Miami verloren gehen.
St. Augustine und die Rückfahrt nach Miami
Auf dem Weg zurück nach Miami bietet St. Augustine einen historischen Gegenpol zu Floridas modernen Metropolen. Die Stadt an der Atlantikküste gilt als älteste dauerhaft von Europäern gegründete Siedlung der USA. Drei Übernachtungen sind nicht nötig, aber eine Nacht lohnt sich, wenn die Route Orlando mit Miami verbindet. Das Castillo de San Marcos, die St. George Street und die von Eichen gesäumten Plätze lassen sich am besten am späten Nachmittag erkunden, wenn die Hitze nachlässt.
Danach führt die Interstate 95 in etwa fünf Stunden zurück nach Miami, ohne längere Pausen gerechnet. Wer diese letzte Strecke aufteilen möchte, kann eine Nacht in Palm Beach oder Fort Lauderdale ergänzen. Palm Beach zeigt sich rund um Worth Avenue elegant, Fort Lauderdale punktet mit Kanälen, Jachthäfen und dem Strand am Las Olas Boulevard. Für einen Rückflug ab Miami sollte die letzte Übernachtung möglichst in Flughafennähe oder in Miami Beach liegen, damit die Rückgabe des Mietwagens am Abflugtag stressfrei bleibt.
Mietwagen und Reisezeit: worauf es wirklich ankommt
Ein Mittelklasse-SUV ist für viele Paare und Familien eine komfortable Größe: Koffer, Strandtaschen und Einkäufe finden Platz, zugleich bleibt das Fahrzeug in Parkhäusern noch handlich. Ein Cabriolet macht auf den Keys Freude, ist mit großem Gepäck aber nicht immer praktisch. In Miami, Orlando und an beliebten Stränden entstehen Parkkosten, die zum Reisebudget dazugehören.
Die angenehmsten Temperaturen bieten meist die Monate November bis April. Dann sind Miami und die Keys sehr beliebt, während die Nächte im Norden des Bundesstaates kühler sein können. Von Juni bis Oktober sind Schauer am Nachmittag üblich, die Landschaft ist dafür üppig grün. In der Hurrikansaison gehört ein aufmerksamer Blick auf Wetterhinweise zur Reisevorbereitung. Hotels entlang der Küste und Mietwagenbedingungen sollten in dieser Zeit besonders sorgfältig auf flexible Regelungen geprüft werden.
Eine zweiwöchige Florida-Rundreise wirkt dann am besten, wenn sie nicht jede Sehenswürdigkeit abhakt. Ein freier Nachmittag in Key West, ein Sonnenuntergang am Naples Pier oder ein zusätzlicher Morgen am Siesta Key Beach bleiben oft länger in Erinnerung als eine weitere lange Fahrt.
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Andrea Friedrich
Andrea Friedrich leitet den Verkauf bei FAIRFLIGHT Touristik und gestaltet seit Januar 2006 maßgeschneiderte Nordamerika-Reisen. Sie kennt die USA aus eigener Reiseerfahrung wie ihre Westentasche: Von der Metropole New York City über die Highlights Floridas bis hin zu den endlosen Highways und Nationalparks im Westen wie dem Grand Canyon, Death Valley und Yosemite. Ihr fundiertes Praxiswissen zu Fahrtzeiten, Mietwagen, Unterkünften und der Logistik vor Ort fließt direkt in die Reiseberichte und die individuelle Reiseplanung unserer Kunden ein.
Besuchte Reiseziele: US-Ostküste (New York City), Florida (vollständig), US-Südwesten & Westküste (Grand Canyon, Death Valley, Yosemite Nationalpark, Kalifornien sowie alle klassischen Highways und Nationalparks der Region).




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