Südstaaten Rundreise mit Mietwagen ab New Orleans

Südstaaten Rundreise mit Mietwagen ab New Orleans

New Orleans wacht nicht langsam auf. Schon am frühen Vormittag liegen Brass-Klänge in der Royal Street, vor den Cafés duften Beignets nach Puderzucker, und auf dem Mississippi ziehen die Schiffe vorbei. Eine Südstaaten Rundreise mit Mietwagen beginnt hier besonders stimmungsvoll – vorausgesetzt, die ersten zwei oder drei Nächte gehören wirklich der Stadt und nicht dem Highway.

Der Reiz dieser Route liegt in den Kontrasten: französisch geprägte Architektur im French Quarter, historische Plantagen am Mississippi, Bluesclubs an der Beale Street, die Studios von Muscle Shoals und Country-Musik in Nashville. Wer die Strecke mit dem Mietwagen fährt, erlebt nicht nur die bekannten Musikmetropolen, sondern auch jene Abschnitte dazwischen, in denen der amerikanische Süden seine eigene, entschleunigte Atmosphäre zeigt.

Der Südstaaten-Check: Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ideale Reisedauer: Planen Sie 14 bis 18 Nächte ein, um die Musikmetropolen ohne Hektik zu erleben.
  • Beste Reisezeit: April/Mai (Frühlingsblüte) sowie Oktober/November (angenehme Temperaturen).
  • Flug-Tipp: Nutzen Sie einen Gabelflug (Hinflug New Orleans / Rückflug Nashville oder Atlanta), um doppelte Strecken zu vermeiden.
  • Mietwagen-Tipp: Übernehmen Sie das Auto in New Orleans erst am Abreisetag, da es in der Stadt nur hohe Parkkosten verursacht.

Südstaaten Rundreise mit Mietwagen: Die Route mit Rhythmus

Für eine klassische Runde von New Orleans über Natchez, Memphis, Tupelo, Muscle Shoals und Nashville sollten mindestens 14 Nächte zur Verfügung stehen. Komfortabler werden 16 bis 18 Nächte, denn gerade New Orleans, Memphis und Nashville verdienen jeweils mehrere Übernachtungen. Eine reine Fahrstrecke lässt sich zwar in deutlich kürzerer Zeit bewältigen. Dann bleiben jedoch Stopps wie Oak Alley, Vicksburg oder das Delta kaum mehr als Punkte auf der Landkarte.

Ideal ist ein Gabelflug: Ankunft in New Orleans, Rückflug ab Nashville oder Atlanta. So entfällt die Rückfahrt zum Ausgangsort. Bei einer Buchung als Pauschalreise lassen sich Flug, Mietwagen und Hotels zu einer stimmigen Gesamtreise zusammenführen. Auch unterschiedliche Reiseklassen auf den Flugstrecken sind möglich – etwa ein Hinflug in Economy Class und der Rückflug in Business Class.

Die folgende Abfolge verbindet Musikgeschichte, Südstaatenküche und gut fahrbare Tagesetappen:

  • New Orleans: 3 Nächte für French Quarter, Garden District, Frenchmen Street und eine Fahrt mit der St. Charles Streetcar.
  • New Orleans nach Natchez: etwa 300 Kilometer, mit Zeit für die Plantagen entlang des River Road und einen Spaziergang am Mississippi Bluff.
  • Natchez nach Memphis: rund 610 Kilometer, besser mit einer Zwischenübernachtung in Vicksburg oder Clarksdale.
  • Memphis: 2 bis 3 Nächte für Graceland, Sun Studio, National Civil Rights Museum und die Beale Street.
  • Memphis über Tupelo nach Muscle Shoals: rund 240 Kilometer, mit Halt am Geburtshaus von Elvis Presley in Tupelo.
  • Muscle Shoals nach Nashville: etwa 200 Kilometer, zunächst für die Fame Studios oder Muscle Shoals Sound Studio, dann weiter nach Tennessee.
  • Nashville: 3 Nächte für Broadway, Country Music Hall of Fame, Ryman Auditorium und die ruhigeren Viertel 12 South oder Germantown.

Wer Atlanta als Rückflugort nutzt, fährt von Nashville weitere rund 400 Kilometer. Dabei lohnt ein Abstecher nach Chattanooga mit Blicken vom Lookout Mountain oder eine Übernachtung im historischen Zentrum. Für Rückflüge am Vormittag ist eine letzte Nacht nahe des Flughafens deutlich entspannter als die Anfahrt aus Nashville am selben Tag.

New Orleans: Erst ankommen, dann losfahren

Der Mietwagen wird in New Orleans am besten erst bei der Abreise übernommen. Im French Quarter, rund um Jackson Square und auf der Frenchmen Street ist ein Auto eher Ballast: Parkplätze sind begrenzt, Parkhäuser kostspielig, und viele Wege lassen sich zu Fuß erledigen. Ein Hotel im French Quarter, Central Business District oder Warehouse District bringt die wichtigsten Viertel nah heran.

Für einen Abend abseits der bekannten Bourbon Street empfiehlt sich Frenchmen Street. Hier liegen kleinere Live-Musik-Lokale dicht beieinander, während die Atmosphäre weniger auf Show und mehr auf Musik ausgerichtet ist. Tagsüber lohnt die Fahrt mit der grünen Streetcar-Linie durch die St. Charles Avenue bis zum Garden District. Zwischen den alten Eichen stehen prächtige Häuser, und der Lafayette Cemetery No. 1 liegt direkt in der Nähe.

Am Abreisetag führt die River Road westlich der Stadt zu den Plantagenhäusern. Oak Alley mit seiner Allee aus Virginia-Eichen ist fotogen, während Laura Plantation mit kreolischer Geschichte und familiengeführten Erzählungen einen anderen Blick auf die Region vermittelt. Beide Besuche brauchen Zeit. Wer am gleichen Tag bis Natchez fahren möchte, sollte sich für eine Anlage entscheiden und nicht jedes Haus entlang der Strecke ansteuern.

Blues, Bürgerrechtsgeschichte und Elvis in Memphis

Memphis ist weit mehr als Graceland. Das Anwesen von Elvis Presley liegt rund 15 Minuten südlich von Downtown und ist am Vormittag meist angenehmer zu besuchen als am späten Nachmittag. Sun Studio nahe Union Avenue erzählt die Anfänge von Elvis, Johnny Cash und Jerry Lee Lewis auf engem Raum – eine Führung sollte vorab gesichert sein.

Das National Civil Rights Museum befindet sich im ehemaligen Lorraine Motel an der South Main Street. Es ist ein eindringlicher Ort und braucht Ruhe sowie mehrere Stunden. Danach kann die Beale Street mit ihren Neonreklamen und Bluesbars sehr laut wirken. Genau dieser Wechsel gehört zu Memphis. Für ein Abendessen empfiehlt sich die Gegend um South Main, während Barbecue-Fans in der Stadt unterschiedliche Stile kennenlernen: trocken gewürzte Ribs, Pulled Pork und würzige Saucen gehören hier zur lokalen Küche.

Bei zwei Nächten in Memphis bleibt ausreichend Zeit für Mud Island River Park oder einen Spaziergang am Ufer des Mississippi. Drei Nächte passen besonders gut, wenn Graceland, Sun Studio und das National Civil Rights Museum nicht in einen zu dichten Ablauf gepresst werden sollen.

Von Tupelo nach Muscle Shoals: Die leisen Höhepunkte

Tupelo ist ein überschaubarer, aber sinnvoller Zwischenstopp. Das kleine Geburtshaus von Elvis Presley und die dazugehörige Kapelle setzen einen persönlichen Kontrast zum großen Besucherzentrum von Graceland. Von hier geht es über die Staatsgrenze nach Alabama, wo Muscle Shoals und Sheffield Musikliebhaber überraschen.

In den Fame Studios am Avalon Avenue in Muscle Shoals entstanden Aufnahmen von Aretha Franklin, Etta James und Wilson Pickett. Nur wenige Minuten entfernt liegt das Muscle Shoals Sound Studio in Sheffield, das mit den Rolling Stones, Bob Dylan und Lynyrd Skynyrd verbunden ist. Öffnungszeiten und Führungen unterscheiden sich saisonal. Eine Übernachtung in Florence oder Muscle Shoals schafft Raum für beide Studios und einen Abend am Tennessee River.

Dieser Abschnitt ist ein gutes Beispiel dafür, warum der Mietwagen so viel mehr ermöglicht als die Verbindung großer Städte. Die Strecke ist kurz, die Musikgeschichte ungewöhnlich dicht, und die Umgebung wirkt deutlich ruhiger als New Orleans oder Memphis.

Nashville: Country, Bühnenlicht und gute Viertel

Nashville ist keine Kulisse für einen einzigen Abend auf dem Broadway. Die Honky-Tonks zwischen First Avenue und Fifth Avenue gehören dazu, doch die Stadt zeigt sich vielfältiger. Im Ryman Auditorium, der früheren Heimat der Grand Ole Opry, wird die Geschichte der Country-Musik greifbar. Die Country Music Hall of Fame liegt nur wenige Gehminuten entfernt und ist besonders dann lohnend, wenn die Reisegeschichte musikalisch verbinden soll.

Für Konzerte im Ryman Auditorium, in der Grand Ole Opry oder im Bridgestone Arena empfiehlt sich eine frühzeitige Reservierung. Auch Tickets für Sportveranstaltungen, etwa der Nashville Predators in der NHL oder der Tennessee Titans in der NFL, lassen sich vor Reisebeginn organisieren. Das macht einen Aufenthalt in Nashville im Herbst oder Frühjahr zusätzlich attraktiv.

Tagsüber bieten sich 12 South mit kleinen Geschäften und Cafés, der Centennial Park mit dem Parthenon-Nachbau oder Germantown mit guten Restaurants an. Wer mit dem Mietwagen unterwegs ist, achtet in Downtown auf Hotelkosten und Veranstaltungen sowie auf die Auslastung rund um Veranstaltungen. Für die zentralen Abende darf das Auto gern stehen bleiben.

Mietwagen, Reisezeit und Übernachtungen mit Augenmaß

Ein Mittelklasse-SUV ist für zwei Personen mit großen Koffern oft die angenehmste Lösung. Er bietet auf längeren Etappen ausreichend Platz, eine erhöhte Sitzposition und passt gut zu den Straßenverhältnissen im Süden. Eine Limousine genügt, wenn weniger Gepäck mitreist und die Route vor allem über Interstates führt. Wichtig sind ausreichende Haftpflichtdeckung, ein zweiter Fahrer bei Bedarf und eine klare Regelung für Einwegmieten bei Abgabe in einer anderen Stadt.

Die angenehmsten Monate sind meist April, Mai, Oktober und November. Im Frühling blühen Azaleen und Magnolien, im Herbst sind die Temperaturen in Tennessee und Alabama oft besonders angenehm. Von Juni bis September kann es in Louisiana und Mississippi sehr heiß und feucht werden. Dann lohnen Hotels mit Pool, kürzere Stadtbesichtigungen am Mittag und ein verlässlicher Rhythmus aus Fahrzeit und Pausen.

Unterkünfte mit Frühstück erleichtern frühe Abfahrten. In New Orleans und Nashville sind zentral gelegene Hotels für die Stadttage sinnvoll, während in Natchez, Florence oder Tupelo charmante kleinere Häuser oft näher am lokalen Charakter bleiben. Die Mischung aus bekannten Hotelketten und regionalen Unterkünften sorgt für Komfort, ohne dass jeder Abend gleich aussieht.

FAIRFLIGHT Touristik stellt solche Reisen mit über 25 Jahren Nordamerika-Erfahrung individuell zusammen – von passenden Flugverbindungen über sorgfältig abgestimmte Hotels bis zum Mietwagen und besonderen Bausteinen wie Musikführungen, Konzerten oder einem Sportevent.

Lassen Sie zwischen den großen Namen bewusst Zeit für einen Kaffee in Natchez, einen Sonnenuntergang am Tennessee River oder ein unerwartetes Konzert in einer kleinen Bar. Genau dort wird aus einer Route durch die Südstaaten eine Reise, die lange nachklingt.

 

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Foto : Church Street Mobile, Alabama Brand USA

Haeufig gestellte Fragen

Lässt sich die Rundreise ab New Orleans um Naturerlebnisse erweitern?

Ja, wer nach Nashville oder auf dem Weg zum Rückflug ab Atlanta noch zusätzliche Tage einplant, kann die Route über Chattanooga bis in den Osten verlängern und den Südstaatenromantik im Nationalpark erleben.

Welche kulturellen Hoehepunkte sollte ich in Mississippi einplanen?

Wer die Wurzeln des Blues und prächtige Herrschaftshäuser erleben möchte, findet im Beitrag über Bluesklänge und Südstaaten-Architektur passende Anregungen.

Welche Alternativen zur selbstorganisierten USA-Reise gibt es?

Wer lieber in einer Gruppe mit deutschsprachiger Betreuung reist, findet in den USA oder Kanada organisierte Angebote wie die Bustouren mit deutscher Reisebegleitung.

Ihre persönliche Nordamerika-Expertise

Vanessa Lumpisch
Kundenberatung & Kanada-Reisespezialistin bei FAIRFLIGHT at  | +49 (0)341 / 96 2580 - 23 | Website |  + posts

Vanessa Lumpisch unterstützt das Team von FAIRFLIGHT Touristik seit November 2016 in der Kundenberatung. Ihr besonderer Fokus liegt auf der Planung maßgeschneiderter Rundreisen durch Kanada. Durch ihre eigenen Reiseerfahrungen in den faszinierenden Metropolen Ostkanadas – darunter Toronto, Ottawa und Montréal – kennt sie die idealen Routenkombinationen, Fahrtzeiten und Highlights vor Ort genau. Dieses fundierte Praxiswissen nutzt sie täglich, um für unsere Kunden perfekt abgestimmte Mietwagen- und Pauschalreisen durch Nordamerika zu gestalten.

Besuchte Reiseziele: Kanada (Ostkanada mit den Metropolen Toronto, Ottawa und Montréal), USA (Texas mit Austin, Dallas und Fort Worth, Las Vegas, New York City, Boston, Chicago).

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