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Meine Reise in die Rocky Mountains

Meine Reise in die Rocky Mountains

 

Meine Reisen führten mich schon öfter mal in die USA.  Jeder kennt die berühmten Sterne der Stars auf dem Walk of Fame,  den knallig bunten Times Square in der Stadt die niemals schläft, die blinkende und funkelnde Stadt mitten in der Wüste Las Vegas und die herrlich verspielten Erlebnisparks in Florida, ich auch. Doch diese Reise wird anders. Diese Reise führt mich direkt zu den Rocky Mountains, das zweite Gesicht der USA.

 

Whitefish, Montana

Whitefish, Montana

Mein erstes Ziel – Montana in das kleine Örtchen Whitefish. Zurzeit wirkt der Ort etwas verschlafen, jedoch ist Whitefish eins der größten und bekanntesten Ski-Gebiete  Montanas. Die Mainstreet erinnert mich  an einen Cowboy Film.  Wenn hier anstatt Autos Pferde stehen würden, dann müsste mir nur noch Gary Cooper den Weg kreuzen und die Melodie des Hollywoodstreifens ” 12 Uhr mittags” erklingen… Okay Schluss mit Tagträumereien.

 

 

Wenn man in den Bergen saisonbedingt kein Ski fahren kann, dann bietet Montana jede Menge Alternativen. Zurück zu dem Thema Pferde, die gibt es hier selbstverständlich auch zur Genüge und ein Ausritt bei Sonnenaufgang durch die Prärie, hat sicherlich auch seinen Charme. Schon mal etwas von Fliegenfischen gehört? Hier ganz großer Sport.  Doch ich entscheide mich für Zip-Line.

 

Zip-Line ist schnell erklärt, es handelt sich im Grunde nur um ein Drahtseil zwischen zwei Fixpunkten und einem professionellen Geschirr mit einem Karabinerhaken. Na dann mal los, unser Guide klinkt uns ein, vor mir scheinbar endlose Tiefen. Noch einmal tief durchgeatmet, dann geht es mit Vollspeed durch das Tal. Die Kombination aus Adrenalin und atemberaubender Natur ist der Wahnsinn.

 

Braunbär

Braunbär

Heute geht es zum Glacier National Park.  Dieser befindet sich im Hochgebirge der Rocky Mountains im Norden des Bundesstaates Montana. Am Lake McDonald machen wir einen kurzen Halt um in einen Red Jammer Bus einzusteigen. Diese Vintage-Busse stammen aus den 1930´er Jahren. Liebevoll restauriert, dienen Sie heute wie damals den Besuchern um von einer Seite des Parks zur anderen zu gelangen. Die einzige mit dem Auto zu befahrende Straße im Glacier National Park ist die Going-to-the-Sun Road. Diese führt uns vorbei an Wasserfällen, Seen, bunten Wiesen und Wäldern. Und als Highlight unserer Tour laufen uns noch ein Dickhornscharf und ein Braunbär über den Weg. Das perfekte Ende für die-

sen einzigartigen Tag.

 

Rafting auf dem Clark Fork in Montana

Rafting auf dem Clark Fork in Montana

Der nächste große Stop ist die Studentenstadt Missoula, die zweitgrößten Stadt in Montana. Das erste was einem ins Auge sticht, ist das große weiße M auf dem Mount Sentinel. Es ist seit 1908 das Wahrzeichen Missoulas. Damals brachten junge Mitglieder des Forst-Clubs Steine zu diesem Ort und formten daraus das M, das Symbol der University of Montana. Heute ist es ein massives Gebilde aus Beton. Viele pilgern den steilen Serpentinenpfad hoch zum M um die grandiose Aussicht zu genießen. Missoula bieten nicht nur Berge zum Klettern, sondern auch einen Fluss namens Clark Fork. Diesen erkundet man am allerbesten mit

    einem Rafting Boot.

 

Das nächste Ziel ist McCall in dem Bundestaat Idaho. Auf diesem Weg machen wir halt an vielen spannenden Punkten. Als erstes schauen wir uns ein Wolf-Auffanglager an. Ganz dort hinten sieht man sogar einen weißen Wolf vorsichtig um die Ecke lunschen. Ich habe das Gefühl, er beobachtet eher mich als ich Ihn.

 

Dog Bark Park in Cottonwood, Idaho

Dog Bark Park in Cottonwood, Idaho

Danach geht es weiter nach Cottonwood zu dem Dog Bark Park. Hier gibt es auch Hunde, jedoch sind die aus Holz. Es klingt wie ein amerikanischer Traum. Vor einigen Jahren machte der Besitzer des Dog Bark Parks sein Hobby und die Liebe zu Vierbeinern zum Beruf. In feinster Handarbeit baute er eins der außergewöhnlichsten Hotels dieser Erde, einen überdimensionalen Beagle. Es verfügt über lediglich ein Zimmer. Doch der Besuch dieses einzigartigen Ortes lohnt sich. Wenn einem der Besuch alleine nicht reicht gibt es hier einen kleinen Souvenir Laden, in dem man einen liebevoll geschnitzten Vierbeiner kaufen kann. Egal ob West Highland Terrier, Dackel oder Schäferhund, da ist sicherlich für jeden genau

der Richtige dabei.

 

Jet Boat fahren im Hells Canyon

Jet Boat fahren im Hells Canyon

Heute wird es heiß, höllisch heiß, denn es geht nach Hells Canyon. 2 Stunden dauert die Tour mit dem Bus durch diese faszinierende Berglandschaft bis wir unser Ziel erreichen. Denn wir werden uns diese Gegend auch vom Wasser, ab und an wie wir später dann wissen werden auch unter Wasser anschauen. Freudestrahlend sitzen wir ganz hinten in unserem Jet Boat, von da aus hat man die beste Sicht muss man wissen. Der Guide grinst uns an und wünsch uns viel Spaß. Es geht los. Wir bewundern diese wunderbare Landschaft, auf einer Baumkrone sitz ganz oben ein  Adler  und  bewacht  sein Revier,  das  Wasser  plätschert, die

Braunbär

Braunbär

Sonne scheint. Plötzlich hält das Boot an und es werden Rettungswesten verteilt. Was ist jetzt los? Der Guide dreht das Boot und ganz schnell wissen wir was los ist. Wir halten genau vor einem Rapid der Stufe 5. Für alle die nicht wissen was ein Rapid ist, das ist eine Stromschnelle und ein Rapid der Stufe 5 ist schon eine größere, sagen wir mal ziemlich herausfordernde Stromschnelle. Da wollen wir jetzt nicht durchfahren, oder? Okay scheinbar doch. Mit Vollgas fahren wir auf diesen Rapid zu, das Boot schwankt, Wasser spritz einen ins Gesicht. Und ganz plötzlich taucht das Boot mit der rechten Seite des Hecks vollkommen unter Wasser. Dreimal dürft Ihr raten wo ich saß… Nach diesem Abenteuer bringt uns das Boot wieder zurück zum Ausgangspunkt. Wieder macht es Halt. Oh nein, nicht nochmal. Doch diesmal ist es kein bedrohlicher Rapid, diesmal ist es ein kleiner Braunbär, der am Flussufer steht und versucht einen Fisch aus dem Wasser zu angeln. Plötzlich herrscht Stille, alle genießen diesen einzigartigen Moment. Tja, wie bereits erwähnt, dies ist das zweite Gesicht der USA.

 

Moose und ich beim Ausritt in den Rockys

Moose und ich beim Ausritt in den Rockys

Um meine Montana – Idaho -Tour zu komplettieren fehlt nur noch eine Sache. Ein Ausritt mit einem Pferd durch die Prärie. Das werden wir heute tun. Wir fahren mit dem Bus eine steile, enge Serpentinen Straße hoch auf einen Berg zu einer Ranch Namens Lazy Ranch. Die Pferdchen stehen schon in Reih und Glied und warten auf uns. Nach einer kurzen Einweisung geht es gleich los. Mein Pferd heißt Moose, das heißt übersetzt Elch, so wurde er getauft, weil er wohl sehr bequem und verfressen sein soll. Das werde ich dann auch schnell merken, denn auf unserer Tour durch die Prärie bleibt mein Pferd an jeder zweiten Grassstelle stehen und frisst. Ich überlege, ob ich Ihn umtaufen soll in Hamburger, passt vielleicht noch besser als Moose… Aber eigentlich war dieser Charakterzug dieses Pferdes eher gut als schlecht, zumindest für mich… denn da mein Pferd so langsam war, war die Gruppe schon weit vor raus und ich fühlte mich wieder wie in einen Cowboy Film versetzt.  Nur ich, mein Pferd und die unendlichen Weiten des Landes. Ein kleiner Tritt gegen die Seite und wir galoppierten durch die Prärie. Yihaa. Und schon wieder einer dieser einzigartigen und unvergesslichen Momente.

 

Katharina S.

September 2011

 

 

Auch in Faszination für dieses Fleckchen Erde in den USA verfallen? Kontaktieren Sie uns hier und wir stellen Ihnen diese oder eine ähnliche Reise gern ganz individuell zusammen.

 

 

 

 

 

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