Indianerreservate in den USA
Das Wichtigste im Überblick:
- Größtes Reservat: Navajo Nation, gebietsmäßig in Arizona, New Mexico und Utah
- Übergeordnete Aufsicht: Bureau of Indian Affairs
- Bekannte Ausflugsziele: Monument Valley, Canyon de Chelly, Mesa Verde
- Größtes Powwow: jährlich im April in Albuquerque, New Mexico
Die Geschichte der Ureinwohner Nordamerikas, der Indianer, könnte ohne den Zusammenprall der riesigen Urkontinente Gondwana und Laurentia nicht geschrieben werden. So aber wanderten die ersten Ureinwohner nach der letzten Eiszeit vor ca. 15.000 bis 11.500 Jahren aus Asien kommend ins Land ein.
1001 kamen Wikinger, 1528 Spanier, 1607 Engländer, 1608 Franzosen, 1609 Holländer in die „Neue Welt“ und trafen auf ca. 500 Ureinwohner-Stämme. Unterschiedliche Wertevorstellungen von Landbesitz/Landnutzung hatten verheerende Auswirkungen. Die radikale Landvereinnahmung der Europäer, ihre „List und Tücke“-Verträge, gipfelten in einer skandalösen Zwangsevakuierung ins Indianer-Territorium (Colorado, Wyoming, Kansas, Teile von Nebraska, Oklahoma). Immer mehr Siedler zogen im 19. Jahrhundert, besonders während des kalifornischen Goldrausches, nach Westen. Sie schossen die Bisons (wegen des Fells) ab und die Indianer für die Skalpprämie. Die Eisenbahn und von Cowboys aller Hautfarben geführte „Cattle Drives” durchquerten Prärie und Pains. Die Indianer wurden weiter in andere unwirtliche Gegenden verdrängt. Auf dem „Trail of Tears“ starben Tausende von ihnen. Viel zu spät, erst in den 1860er Jahren, wehrten sich die Indianer kriegerisch gegen den Landraub. Der brutal vorgehenden Armee waren sie schlussendlich (1890) nicht gewachsen. Der erhoffte Zweitnutzen, die Indianer durch Zwangsseparation und christliche Missionierung zu assimilieren, schlug fehl.
Die meisten Reservate liegen im „Mittleren Westen“ der USA. Das größte Reservat besitzen die Navajos in Arizona, New Mexico und Utah. Ihr Terrain umschließt das ihrer ehemaligen Feinde, der Hopi, vollständig. Diverse Apachen-Stämme leben in New Mexico und in Oklahoma mit Arapaho, Cherokee, Cheyenne, Creek, Choctaw, Comanchen, Chickasaw, Illinois, Kiowa, Potawatomi und Shawnee. In Dakota sind viele Lakota-Sioux zuhause. Die Blackfeets sind in Montana zu finden, die Nez Percé in Idaho. Die Sauks-Fox landeten in Iowa. In Nevada leben Shoshonen und Paiute. Die Mohawk sind im Akwesasne-Reservat, Ontario und Kanada, ansässig. Sie können die Grenze unkontrolliert überqueren. Der Irokesen-Verbund ist in Oklahoma und Wisconsin daheim, einige blieben im Staat New York. Stark vertreten sind die „Native Americans“, wie sich die Ureinwohner heute nennen, auch in Kalifornien und Florida. Sie verwalten ihre Gebiete selbst. Übergeordnet fungiert das Bureau of Indian Affairs.
Reservat-Besucher erwartet häufig ein trostloses Bild. Die größte Armut herrscht bei den Oglala-Sioux, den Sitting-Bull-Nachfahren im Pine Ridge Reservat (South Dakota). Integration in die US-amerikanische Gesellschaft gelingt ganz selten. Einige Stämme leben gut vom Glücksspiel. Manchen spült Öl-, Gas-, Kohle- oder Uranvorkommen Geld in die Kassen. Daneben gibt es Forstwirtschaft, Rinderzucht (Cheyenne), Pferdezucht (Navajos), Fischfang (Pazifik-Küste). Einige Stämme profitieren vom Tourismus (Navajos, Hopis, die Seminolen in den Everglades).
Ein wenig hinter die Kulissen des Alltagslebens der Native Americans schaut, wer durch das Gebiet der angepassten Navajos fährt. Sie erlauben Besichtigungen, z.B. Canyon de Chelly (nur mit Führer), Shiprock, Rainbow Bridge National Monument und Monument Valley. Weiterhin lohnt sich eine Fahrt auf die Mesa Verde, zu den „Schwalbennestern“ von Betatatkin, in die „Pueblos“ (Lehmhäuser-Dörfer) der Hopis. Sie empfangen Gäste zu den Ahnenkult-Tänzen und dem zweijährigen „Schlangentanz“-Ritual, das Tausende von Besucher anlockt. Das größte Powwow, „Zusammenkunft der Nationen”, findet immer im April in Albuquerque, New Mexico, statt.
„Powwows“ sind die beste Gelegenheit für Touristen, einen Eindruck indianischen Lebens einzufangen. Auf einer Reise in die USA sollte man dies in die Reiseroute und -ablauf miteinplanen.
Wer ein Powwow oder die eindrucksvollen Reservate der Navajo und Hopi in die eigene Route einbauen möchte, profitiert von der jahrzehntelangen Nordamerika-Erfahrung von FAIRFLIGHT Touristik.
- Routenkombination: Wir verbinden Monument Valley, Canyon de Chelly und Mesa Verde zu einer stimmigen Rundreise durch den Südwesten, abgestimmt auf Fahrzeiten und Übernachtungsorte.
- Terminabstimmung: Wer das große Powwow im April in Albuquerque erleben möchte, erhält von uns die passende Reisezeit und Unterkünfte in der Nähe.
- Kulturelle Vorbereitung: Wir bereiten Sie auf die Besuchsregeln in den Reservaten vor, etwa wo eine Führung Pflicht ist und wo Fotografieren eingeschränkt gilt.
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Haeufig gestellte Fragen
Welche weiteren Highlights lohnen sich bei einem Florida-Besuch?
Florida ist nicht nur wegen seiner starken Präsenz der Native Americans ein lohnendes Reiseziel, sondern begeistert auch mit vielfältigen Naturerlebnissen. In Sarasota erwartet Besucher ein faszinierender Einblick in die Unterwasserwelt im Mote Marine Aquarium Sarasota.
Kristian Lehmann
Kristian Lehmann gründete FAIRFLIGHT Touristik und prägt das Unternehmen seit September 2000 als Geschäftsführer. Er verfügt über eine tiefgehende, jahrzehntelange Reiseerfahrung in ganz Nordamerika und gilt als ausgewiesener Experte für maßgeschneiderte Rundreisen, Städte-Kombinationen sowie exklusive US-Sportevents. Ob Roadtrips durch die Nationalparks der Westküste, Inselhopping auf Hawaii, Reisen durch den Mittleren Westen oder die detaillierte Planung von Seattle und Westkanada – sein unschätzbares Praxiswissen sichert die hohe Service- und Planungsqualität für FAIRFLIGHT-Kunden.
Besuchte Reiseziele:
Florida: Orlando, Tampa, St. Petersburg, Clearwater, Anna Maria Island, Sarasota, Venice, Punta Gorda, Ft. Myers, Naples, Everglades National Park, Florida Keys, Miami, Ft. Lauderdale, Boca Raton, Palm Beach, Vero Beach, Cape Canaveral, Daytona Beach.
Kalifornien: San Francisco, Napa, Sonoma, Oakland, Santa Cruz, Monterey, Big Sur, Pismo Beach, Santa Barbara, Santa Monica, Großraum Los Angeles, Palm Springs, Joshua Tree Nationalpark, Huntington Beach, Newport Beach, Laguna Beach, Dana Point, Carlsbad, San Diego.
Hawaii: Oahu, Maui & Hawaii Island.
Weitere Ziele Westküste: Las Vegas, Scottsdale/Phoenix, Salt Lake City, Grand Canyon, Seattle mit Olympic Peninsula & San Juan Islands.
Ostküste: New York City, Boston, Washington sowie Neuengland (Vermont, New Hampshire, Maine und Massachusetts), New Jersey, Niagara Falls & Long Island.
Mittlerer Westen: Chicago, Minneapolis und nördliches Minnesota, Illinois, Missouri, Kansas (Kansas City & Topeka), Texas, New Orleans mit Louisiana.
Kanada: Vancouver & Ottawa.
Sportevents: US Open Tennis sowie diverse Spiele der NBA, NHL & NFL.
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Sehr geehrte Damen und Herren,
Gibt es eine Reise über Californien, Arizona, Colorado, Nebraska, South Dakota? Wir sind sehr daran interessiert, möglichst viel von den grandiosen Landschaften der Nationalparks zu sehen. Ein weiteres Hauptanliegen für mich und meinen Mann sind Begegnungen mit Menschen der indianischen Kulturen. Navajos, Hopi (Besuche im Zusammenhang mit Grand Canyon möglich?) Apachen (Grab von Geronimo?) und vor allem den Lakotas im Pine Ridge Reservat. Ist es möglich mit Respekt von diesen Menschen zumindest Teile ihrer historischen und heiligen Plätze gezeigt zu bekommen (Grab von Red Cloud, wounded knee, Black Hills .. ) ?
Wir sind sehr fit, sprechen gut englisch, können beide fahren, sind 64 und 76 Jahre alt. Diese Reise ist mein Lebenstraum, den ich bislang aufgrund von starken beruflichen und familiären Verpflichtungen nie verwirklichen konnte.
Über Antwort und Beratung durch Sie würden wir uns sehr freuen. Herzliche Grüße
Guten Tag Gebhart Feser
Im August 2015 haben mein Mann und ich verschiedene historische Stätte im mittleren Westen der USA besucht. Das Little Bighorn Battlefield in Montana, die Blackhills , Crazy Horse Monument. Auch die Pine Ridge Indian Reservation in South Dakota. Im Visitor Center kann man sich gut informieren. Dort gibt es auch eine kleine Kunstgalerie zu besichtigen und Kunst zu kaufen.Die Red Cloud Indian School war zu diesem Zeitpunkt ferienhalber geschlossen.
Wir besuchten den Friedhof und standen ergriffen am Grab vom grossen Führer Red Cloud.
Weiter haben wir die Gedenkstätte des Massakers in Wounded Knee besucht, wo sich Mitglieder der am Little Bighorn River geschlagenen 7. Kavallerie Regiments unter General Custer, an wehrlosen Sioux Angehöriger grausam rächten. Dort zu stehen mit dem Wissen um das passierte Grauen erschaudert emotional sehr. Weiter fuhren wir durch beeindruckende Landschaft der Badlands.
Unsere Reise war hier noch nicht beendet. Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen Eindruck vermitteln. Erfüllen Sie sich Ihren Reisetraum, erleben Sie ihn mit allen Sinnen. Sie werden für Ihr Leben Bleibendes erhalten.
Gute Reise. Mit liebem Gruss Susanne Stähli