der historische Grand Central Terminal im Herzen Manhattans

der historische Grand Central Terminal im Herzen Manhattans

Wer nach New York kommt, der wird auf den Grand Central Terminal treffen. Im Herzen von Manhattan an der Ecke 42nd Street und Park Avenue gelegene Grand Central Terminal ist nicht das erste an dieser Stelle errichtete Bahnhofsgebäude. Bereits 1871 wurde das als Kopfbahnhof konzipierte Grand Central Depot fertiggestellt, in dem die Züge von drei Eisenbahngesellschaften endeten. Von diesem blieb bei der in den Jahren 1899/1900 durchgeführten Neugestaltung nur die Gleishalle erhalten. Das in diesem Zuge auf sechs Stockwerke erhöhte Gebäude wurde gleichzeitig in Grand Central Station umbenannt.

 

Grand Central Terminal – der größte Bahnhof der Welt

 

Grand Central Terminal

Das heutige, im Beaux-Arts-Stil ausgeführte Bahnhofsgebäude entstand in den Jahren 1903-1913 komplett neu. Um den Eisenbahnverkehr während der Bauarbeiten aufrechterhalten zu können, riss man den Vorgängerbau abschnittsweise nieder. Gleichzeitig wurden die hier endenden Eisenbahnlinien elektrifiziert. Gemessen an der Gleisanzahl ist der Grand Central Terminal seit seiner Wiedereröffnung am 2. Februar 1913 mit seinen 44 Bahnsteigen und 67 Gleisen, die sich auf zwei Etagen verteilen, der größte Bahnhof der Welt. Aufgrund seiner gigantischen Dimensionen und seiner opulenten Ausstattung wurde der Terminal rasch zu einem der bekanntesten Gebäude der Metropole, das täglich von mehr als einer halben Million Menschen, vornehmlich Pendlern, frequentiert wird. Damit ist der Bahnhof auch das meistbesuchte Gebäude New Yorks. Besonders sehenswert ist die riesige, 143 Meter lange und 45 Meter hohe Halle, deren Decke mit einem in Dunkelblau gehaltenen künstlichen Sternenhimmel bemalt ist.

 

Bahnhofshalle des Grand Central

Nur knapp entging der Grand Central Terminal im Jahr 1968 der Abrissbirne. Die Befürworter des Abrisses argumentierten, dass das zentral gelegene Grundstück mehr wert sei als das Gebäude selbst, und es angesichts des Grundstücksmangels in Manhattan sinnvoller sei, auf ihm lieber weitere Hochhäuser zu errichten. Das oberste US-Gericht folgte dieser Argumentation in seinem 1978 gefällten Urteil nicht, wodurch der historische Bahnhof erhalten und in der Folgezeit mehrmals renoviert wurde. Mit Gründung der Amtrak, die ab dem Jahr 1971 nach und nach fast alle von privaten Bahngesellschaften betriebenen Fernverkehrsstrecken übernahm, wurden die ersten Strecken vom Grand Central Terminal abgezogen. Nach Fertigstellung der neuen Zufahrtsstrecke zur Pennsylvania Station im Jahr 1991, gingen dann auch die letzten Fernverkehrsstrecken verloren. Daher wird der Terminal seither nur noch von Zügen des Nah- und Regionalverkehrs angefahren. Gleichwohl ist er der mit Abstand wichtigste Umsteigepunkt zu innerstädtischen Verkehrsmitteln, wie zum Beispiel der U-Bahn.

 

Mehr als nur ein Bahnhof

 

Auch aus der Ferne ist der Grand Central Terminal leicht zu lokalisieren. An seiner Nordseite entstand – nach einem im Jahr 1954 begonnen Umbau des Bahnhofs – das 264 Meter hohe, oktogonale PanAm Building, das heute den Namen MetLife Building trägt. Ein noch markanteres Wahrzeichen der Stadt erhebt sich einen Block weiter östlich: das Chrysler Building. Jeweils ungefähr auf halber Strecke zwischen so bedeutenden Sehenswürdigkeiten wie dem Rockefeller Center und dem Empire State Building beziehungsweise den United Nations Headquarters und dem Times Square gelegen, eignet sich der Bahnhof auch bestens für einen Einkaufs- und Essensstopp. Seine 68 Geschäfte haben von Feinkost über Textilien bis zum Computer fast alles im Angebot. Ebenso weitreichend die kulinarische Vielfalt der 35 Lokale. Zu den beliebtesten unter ihnen zählen das am West Balcony zu findende Michael Jordan’s The Steak House N.Y.C., das zu den besten seiner Art in der Metropole gehört, genauso wie die Oyster Bar & Restaurant im Lower Level, deren Menükarte eine Fülle exzellenter Fisch- und Seafoodgerichte auflistet. Außerdem gibt es keinen Tag, an dem nicht irgendein Event in der Bahnhofshalle über die Bühne geht, von der Kunstausstellung bis zum Squash-Turnier. Wer sich ein wenig näher mit der Geschichte New Yorks und des Grand Central Terminals beschäftigen möchte, sollte sich in der Haupthalle an den mit „GCT Tour“ gekennzeichneten Fenstern den kostenpflichtigen Audio Guide besorgen, den es auch als App zum Downloaden für das eigene Smartphone gibt.

 

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