Hoover Damm

Hoover Damm

Hoover Damm – größter Stausee der USA zwischen Arizona und Nevada

 

Wer Urlaub im amerikanischen Spielerparadies Las Vegas macht, kommt wegen der Supershows in den Hotelpalästen, der Roulettetische und der Einarmigen Banditen. Doch es gibt interessante Möglichkeiten, den Aufenthalt in der Wüstenstadt in Nevada mit Ausflügen raus aus Las Vegas abwechslungsreich zu gestalten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Abstecher zum weltberühmten Hoover Damm? Das gigantische Stauwerk liegt nur 50 Kilometer von Las Vegas entfernt exakt auf der Grenze von Nevada nach Arizona. Der hier aufgestaute Lake Mead ist der größte Stausee der USA.

 

Hoover Damm Talsperre mit Lake Mead im Hintergrund

Hoover Damm Talsperre mit Lake Mead im Hintergrund

Wie ein kleines, von einem Riesen in die Wüste geworfenes Meer trotzt er den roten Felsen in der Wüste: So gar nicht scheint der gewaltige Lake Mead in diese karge Wüstenlandschaft zu passen. Von der Natur war an dieser Stelle kein derart riesiges Binnengewässer vorgesehen. Es war der berühmte Colorado River, der hier gestaut wurde, um die Menschen der Region mit Wasser zu versorgen und gleichzeitig Überschwemmungen zu verhindern. 170 Kilometer ist der Stausee lang, und an der tiefsten Stelle geht er 180 Meter in die Erde. Das Wunderwerk der Ingenieurskunst zieht alljährlich staunende Touristen aus aller Welt an. Und die Menschen im glitzerbunten  Las Vegas  wissen:  Gäbe es  den  Hoover Damm nicht, dann

      gäbe es auch nicht unsere Stadt.

 

Wer kennt nicht die alten Westernfilme, in denen die Trecks mit den wagemutigen Siedlern durch die Wüste von Arizona und Nevada Richtung Westen ziehen? Dürre und die ständige Angst vor dem Verdursten waren ständige Begleiter, wenn der zum Rinnsal eingedampfte Colorado River der einzige Wasserspender in der Gluthitze war. Ausgebleichte Tierskelette und Grabkreuze am Wegesrand erzählten davon, dass nicht alle im Treck Wassernot und Strapazen überstanden. Diejenigen, die sich am Colorado niederließen und sesshaft wurden, verloren regelmäßig Hab und Gut bei Flutkatastrophen: Zu Regenzeiten führten gewaltige Wassermassen zu verheerenden Überschwemmungen. Diese Film-Szenarien waren Realität und mit ein Grund, warum die US-Regierung den Hoover Damm bauen ließ.

 

Hoover Damm

Hoover Damm

Benannt wurde die Stauanlage nach Herbert C. Hoover, 31. Präsident der USA und zu Beginn des Baus 1930 im Amt. Der Bau dauerte 4, nein fast 5 Jahre. Später wurde der Hoover Damm mehrmals umbenannt und hieß lange Zeit Boulder Damm nach dem nahe gelegenen Canyon, obwohl er eigentlich im Black Canyon liegt. Der Bau forderte zahlreiche Opfer: 96 Arbeiter kamen wegen Hitzschlag in sengender Sonne, durch Arbeitsunfälle oder körperliche Überlastung um. Um sich von der gut bezahlten, aber mörderischen Arbeit abzulenken, zogen viele der Bauarbeiter aus den Camps in Arizona zur Unterhaltung in die neue Siedlung Las Vegas in Nevada: Hier waren die Gesetze weniger rigoros als im sittenstrengen Arizona, Glücksspiel mit Alkoholausschank war erlaubt. So entwickelte sich das heute weltberühmte Spielerparadies.

 

Der Hoover Damm ist von Las Vegas aus mit dem Auto über die Route 93 in Richtung Arizona und anschließend über die Colorado River Bridge in gut einer Stunde zu erreichen. Man kann die Dammmauer hinunter schauen und bekommt einen fantastischen Eindruck von dem gigantischen Bauwerk. Hier treiben 17 Turbinen die Generatoren an, wovon über die Hälfte der erzeugten Energie nach Südkalifornien abgeleitet wird. Wie schon erwähnt, verläuft die Grenze von Arizona und Nevada genau durch den Damm. Gleichzeitig ist dies auch die Grenze der Zeitzonen. Das kann man an den Uhren der beiden Türme im Winter ablesen. Eine Uhr zeigt die Mountain Time und die andere die Pacific Time. Im Sommer ist leider kein Zeitunterschied an den Uhren festzustellen, da in Arizona keine Sommerzeit gilt.

 

Der angrenzende Lake Mead, in dem auch gebadet werden darf, kann mit gemieteten Motorbooten befahren werden und lädt zum Angeln ein. Wanderungen in die nahe Wüste sind von hier aus ebenfalls möglich. Da der See meist Tagestouristen anzieht, stehen als Übernachtungsmöglichkeiten lediglich Hausboote und Campingplätze zur Verfügung.

 

Las Vegas

 

Wie bereits erwähnt, nur eine Fahrstunde von Las Vegas entfernt… Erleben auch Sie dieses beeindruckende Bauwerk auf Ihrer nächsten Las Vegas Reise oder auf einer Reise durch den Westen der USA.

 

 

 

 

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